Von der Baumrinde zur Heilung – Samis Geschichte
- Dr. Elke Mascher ASHA Foundation

- 9. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Manchmal beginnt Hilfe an einem ganz unerwarteten Ort. Bei einem der regelmäßigen „school health camps", bei denen die Mitarbeiter des Hospitals die Kinder der umliegenden Grundschulen untersuchen, trafen sie auf den zehnjährigen Sami (Name geändert). Sami ist Vollwaise und lebt bei seiner Großmutter mütterlicherseits.
Beim Spielen hatte er sich den linken Unterarm gebrochen. Doch die Großmutter lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen und hatte kein Geld für einen Krankenhausbesuch. So versorgte sie den Bruch, so gut sie konnte: Sie schiente den kleinen Arm notdürftig mit Rinde von Bäumen, festgebunden mit Stoffstreifen. Behelfsmäßig, aber voller Liebe und Sorge.

Das Team entfernte die Baumrinde vorsichtig, reinigte den Arm und legte ihn zunächst in einer Armschlinge ruhig. Gemeinsam mit der Großmutter wurde Sami dann im Hospital in Chaurjahari aufgenommen und operiert. Alle Kosten – der stationäre Aufenthalt, die Operation und sogar das Essen für Sami und seine Großmutter – wurden aus dem Wohltätigkeitsfonds des Hospitals beglichen, den die Gossner Mission in Berlin maßgeblich unterstützt.

Und die Mühe hat sich gelohnt: Bei einer späteren Kontrolluntersuchung war der Bruch in guter Stellung verheilt. Sami durfte wieder spielen, so viel er wollte – und verabschiedete sich mit einem strahlenden Namaste. Für so viele Menschen in diesem entlegenen Teil unserer Einen Welt ist die Arbeit des Hospitals ein wahrer Segen.




Kommentare